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Wie funktioniert Lesezirkel eigentlich?

Grundlegendes einfach erklärt.

100 Jahre Lesezirkel
Zeitschriften mit Service

In diesem Jahr feiert der Verband Deutscher Lesezirkel sein 100-jähriges Jubiläum. Eine lange Geschichte, doch das „Lesen im Leasing“ ist dank überzeugender Pluspunkte beliebt wie eh und je.

Das Prinzip hat sich über die Jahrzehnte nicht verändert: Zeitschriften-Sortimente, die so genannten Lesemappen, werden mehrfach an Kunden vermietet. Nach Ablauf einer Woche holen die Zusteller die Mappen vom einen Kunden ab und liefern sie an den nächsten aus.

Wichtigstes Argument für ein Lesezirkel-Abonnement ist der günstige Preis. So sparen die Leser der aktuellen Zeitschriften bei der sogenannten „Erstmappe“ bereits bis zu 50 Prozent gegenüber dem Kauf am Kiosk. Wer auf Aktualität keinen großen Wert legt, wählt eine andere „Klasse“ und erhält Zeitschriften aus den Folgewochen. So lassen sich noch größere Ersparnisse realisieren.

Vorteilhaft ist dabei der zuverlässige Zustell- und Abholservice. Woche für Woche erhält jeder Abonnent Besuch von „seinem“ Lesezirkel-Zusteller, der über den persönlichen Kontakt schnell und flexibel auch Sonderwünsche wie z. B. aktuelle Nachlieferungen erfüllen kann. Selbstverständlich können Leser während längerer Abwesenheit oder in der Urlaubszeit auch pausieren.

Auch über die Entsorgung brauchen sich die Abonnenten keine Gedanken zu machen, denn mühsames Schleppen der ausgelesenen Zeitschriften zum Altpapiercontainer entfällt. Das ist zugleich ein Gewinn für die Umwelt, denn die Mehrfachnutzung spart Papier, schont damit die Wälder und vermeidet unnötigen Energieverbrauch.

Während in den Anfängen des Lesezirkels Standard-Mappen mit einer festgelegten Zusammenstellung das Angebot bestimmten, haben sich seit den 60er Jahren die „Wahlmappen“ immer mehr durchgesetzt. Heute kann sich der Abonnent seine persönliche Lesemappe mit zumeist fünf bis zehn Titeln aus über 320 Zeitschriften zusammenstellen. Damit entsprechen die Lesezirkel vor allem den Wünschen der privaten Kundschaft. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung stellen nämlich nicht Friseure, Ärzte, Restaurants und Cafés den größten Teil der Abonnenten, vielmehr nutzen zu rund 60 Prozent Privathaushalte die vielen Vorteile des Lesezirkels.

QUELLE: Presseinformation 06/2008 des Verband Deutscher Lesezirkel e.V.